#04 Sauerteig Liebe mit Niclas Nussbaumer
Shownotes
Podcast Dieses eine Gericht Spitzenköche kochen und sprechen über das Gericht ihres Lebens
In dieser Episode:
Im Restaurant The Dune im neuesten Althoff Collection Hotel The Florentin in Frankfurt sorgt Niclas Nussbaumer als Küchenchef momentan für Furore. Mit seiner präzisen, profilierten Produktküche haben Niclas Nussbaumer und sein Team direkt 2 MICHELIN-Sterne erkocht - nach gerade einmal einem guten halben Jahr. Dabei fängt der 32-Jährige, der bereits mit 29 Jahren 2 MICHELIN-Sterne für das Restaurant Mühle am Schwarzwälder Schluchsee erkocht hat und 2023 vom Feinschmecker zum "Koch des Jahres" gekürt wurde, gerade erst an. Seine Ausbildung absolvierte er im Erbprinz in Ettlingen. Anschließend führten ihn seine Wanderjahre unter anderem zu Christian Jürgens, Jens Jakob und Boris Rommel.
Niclas wurde 1993 in eine Bäcker- und Konditorenfamilie hineingeboren. Kindheitserinnerungen aus der Backstube seines Onkels prägen ihn bis heute. Hier entstand auch seine Liebe zum Brot- und Backhandwerk, die ihn bis heute begleitet. Sauerteigbrot ist ein fester Bestandteil seines Menüs. Es wird nicht beiläufig serviert, sondern als feste Zeremonie - mit einem eigenhändig verfassten Liebesbrief und leicht gesalzener französischer Butter.
Über viele Jahre hat Niclas Nussbaumer das Brotbacken perfektioniert. Hier geht es um Gefühl, Leidenschaft, Zeit und Ruhe. In unserer neuesten Podcast-Folge gehen wir mit Niclas in die Backküche und sprechen darüber, was ein außergewöhnliches Brot ausmacht. Außerdem geht es um die Entwicklung seiner Küche, Produktküche, Teamarbeit und die Frage, wie stimmige und individuell gedachte Konzepte besondere Gasterlebnisse schaffen.
Viel Spaß beim Hören und Sehen!
Episode & Gast
04 - mit Niclas Nussbaumer**
Moderation: Felix Zeiffer
Datum: 11.08.2026
Kapitelmarken:
00:00:25 - Willkommen im The Dune & Vorstellung von Niclas Nussbaumer 00:00:39 - Vom Bäcker-Enkel zum Sternekoch - Werdegang & Philosophie 00:03:11 - Brot als Herzensangelegenheit - Familiengeschichte & Handwerk 00:06:18 - Das perfekte Brot - Zutaten, Technik & Leidenschaft 00:07:26 - Brot im Restaurant - Präsentation, Brief & Bedeutung 00:13:34 - Experimentierfreude - Brot als Dessert & kreative Resteverwertung 00:17:32 - Brotkultur in der deutschen Spitzengastronomie 00:22:44 - Produktküche & Teamarbeit - Gerichte im The Dune 00:27:30 - Dynamisches Menü - Flexibilität, Feedback & Weiterentwicklung 00:31:20 - The Dune - Konzept, Gäste & kulinarische Vision 00:35:15 - Menü oder à la carte? Trends & Strategien der modernen Gastronomie 00:36:41 - Abschluss - Das Brot, der Brief & eine Einladung nach Frankfurt
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Transkript anzeigen
00:00:00:
00:00:25: Herzlich willkommen zurück zu dieses eine Gericht mit heute mit Niklas Nussbaumern.
00:00:29: Herzlichen Dank, dass wir hier bei dir im Vird-June in Frankfurt sein dürfen.
00:00:33: Ich freue mich, dass ihr da seid.
00:00:34: schön dabei zu sein.
00:00:35: dann lieber Niklas stelle dich doch gerne mal unseren Zuhören noch ein bisschen vor.
00:00:39: Ja, mein Name ist Niklas Nussbaumer.
00:00:40: Ich bin zweiunddreißig Jahre alt und gebürtige aus Etling bei Karlsruhe.
00:00:45: Und ich bin jetzt hier tätig seit letztem Jahr im The June in Frankfurt dem neuesten Altofotel.
00:00:52: Ich erzähle ein bisschen über meinen Werdegang.
00:00:55: Ich habe im Erbrenz in Etling mit zwanzigzehn Jahren angefangen.
00:01:00: Mittlerweile bin da eine Welt reingekommen die mich wahnsinnig fasziniert hat.
00:01:05: Also, natürlich mit Sechzehn wusste ich noch nicht genau was es ist wie's ist.
00:01:11: Ich durfte aber tatsächlich sehr schnell in der Ausbildung lernen, was tolle Gastronomie ausmacht.
00:01:17: Ich habe wirklich ein fantastisches Handwerk gelernt mit Ralph Knebladich im Küchenchef, der ganz traditionell kocht und ja eine Ausbildung genießen durfte, die es eigentlich nicht so oft in Deutschland gibt weil wir einfach Wissen vermittelt haben das wenige nur noch haben.
00:01:33: Nach dem Erbgrins haben mich dann meine Wanderjahre angefangen.
00:01:38: Ich war beim Boßrommel in der Friedrichsruhe, durfte da die Patisserie leiten.
00:01:43: ich war unter anderem am Tegernsee und habe dann im Schwarzwald im Jahr ist mein erstes Küchenschöpfsteller angetreten ja und durfte dort ein wunderbares Restaurant leiten wo wir auch tatsächlich in kürzester Zeit viel Erfolg hatten mehr als ich mir damals Träumen zu träumen getraut habe.
00:02:03: In Zahnen?
00:02:04: Du musst nicht ganz so zurückhalten sein, alle
00:02:08: Hörer!
00:02:08: Das ist ja die Bescheinheit im Werk.
00:02:11: Nein wir haben in zwei Jahren den zweiten im zweiten Jahr einen zweiten Stern bekommen.
00:02:18: mit neunzwanzig wurde ich kochtes Jahres am Feinschmecker und ja bin immer noch in meiner beruflichen Anfangskarriere Und jetzt hier super happy in Frankfurt zu sein Einfach so ein bisschen die neue Art von Gastronomie zu entwickeln, wie ich sie mir vorstelle.
00:02:37: Wie wir es uns vorstellen einfach in einem neuen wunderbaren Haus ein bisschen voranzudenken und sich zu hinterfragen was hat man früher gemacht?
00:02:48: Wie macht man's heute?
00:02:49: Und wie wird man das vielleicht immer in Zukunft machen?
00:02:52: Das ist natürlich wenn man vom Grund auf alles mitentscheiden kann wahnsinnig toll!
00:03:00: Dann sind wir jetzt eigentlich, du hast gerade gesagt was man in der Vergangenheit getan hat.
00:03:03: In der Gegenwart, in der Zukunft ein wunderbarer Segway.
00:03:05: zu unserem eigenen Gericht.
00:03:07: Der Podcast heißt ja nun mal nicht umsonst dieses eine Gericht.
00:03:11: Welches Gericht hatte ich in der vergangenheit dazu bewegt heute etwas so zu tun wie du es tust oder vielleicht auch in der zukunft etwas so zutun?
00:03:18: Das war für mich direkt von Anfang an klar.
00:03:20: das muss Brot sein.
00:03:23: Ja, Brot ist für mich wahnsinnig wichtiges Element auch im Restaurant.
00:03:28: Brot ist einfach mehr als nur eine Zutat.
00:03:32: Das ist für mich, also durch meine Familiengeschichte.
00:03:35: ich komme ursprünglich aus einer Bäckerfamilie.
00:03:37: mein Opa hat ne Bäckerei gegründet.
00:03:40: Ist das wirklich ein Teil meiner DNA?
00:03:42: Es hat ja meine Sinne geschärft es hat mich meinen Leben lang begleitet geprägt.
00:03:49: Brot war immer allgegenwärtig.
00:03:50: Brott war immer durch meine Familie eine wahnsinnig hohe Qualität erreichbar und hat mir direkt irgendwie gezeigt was man machen kann, um oder wie man aus einfachsten Zutaten Großartiges erstellen lassen kann.
00:04:06: Und das ist bis heute Teil meiner Philosophie und ja Teil meiner DNA.
00:04:11: es ist Mehlwasser Salz Zeit und natürlich wahnsinnig viel Wissen und Handwerk.
00:04:18: und des kombiniert unterscheidet einfach zwischen gut sehr gut und herausragend und ich glaube dass das Die Grundpfeiler sind in meiner beruflichen Karriere einfach versuchen, Wissen zu vertiefen.
00:04:34: Zeit, Leidenschaft... In Anführungszeichen normale Prozesse einfließen zu lassen und daraus herausragendes zu schaffen.
00:04:43: Ja du hast gesagt dein Opa hat die Bäckerei damals gegründet.
00:04:47: Das heißt du bist dann als kleiner Hampelmann da schon rumgesprungen Und hast auch mal irgendwie so in die Töpfer reingeguckt oder das frische Brot von der Theke genascht?
00:04:55: Oder wie kann denn dein erster Kontakt
00:04:58: Leider war das tatsächlich so ein bisschen vor meiner Zeit.
00:05:01: Also, mein Opa hat in all'n fünfzig die Bäckerei gegründet und ich bin drei-neinzig geboren.
00:05:06: Da lege ich ein paar Jährchen dazwischen.
00:05:08: Aber meine ganze Familie begleitet eine wahnsinnige Brotbäcker und Konditoren Fast schon Tynastie also meine Kusser.
00:05:17: aus meinen Ohren tragen alle das Handwerk weiter Und ich habe wahnsinnig viele Bäckermeister und Kognitormeister im engeren Umfeld.
00:05:26: Ja, für mich ist das einfach normal.
00:05:29: Auch wenn meine Eltern nichts mit der Bäckerei an sich zu tun hatten war es immer normal tolle Backwaren zu haben beim Onkel in die Bäckerei zu laufen.
00:05:39: Warme Brezen aus dem Ofen zu essen.
00:05:41: und dieses ehrliche Handwerk von man fängt bei null an erschafft was Tolles und hat dann ein Endprodukt besser als andere.
00:05:55: Und wenn wir das jetzt selber uns anschauen, wie du das heute machst?
00:05:59: Wir gehen ja dann auch in die Küche.
00:06:01: Das wäre jetzt interessant für alle, die uns aktuell nur als Audio-Podcast folgen.
00:06:05: Es gibt uns ja auch als Videopodcast.
00:06:06: Jetzt wäre das vielleicht ganz interessant auf den Videoprodcast rüber zu springen denn... ...wir gehen jetzt mal in die Köche und schauen uns an, wie Du das machst!
00:06:14: Ich würde dich bitten, erklär'n's einfach so ein bisschen.
00:06:16: was sehen wir da jetzt
00:06:17: gleich?!
00:06:18: Ja, wir werden auf jeden Fall sehen, wie wir den Teig zubeweiten.
00:06:23: Wahnsinnig wichtig, wie lang man knetet.
00:06:25: Was für Mehl immer benutzt?
00:06:26: Wir sind lange in die Tiefe gegangen.
00:06:29: Welche Mehle benutzen wir?
00:06:31: Das ist ein Mehl aus dem Schwarzwald.
00:06:34: Wir mischen Walzen und Drogenmehl miteinander um mehr Komplexität im Teig zu bekommen.
00:06:38: Wir fügen sehr viel Altbrot hin.
00:06:43: In der Küche wird man sagen, um Armin zu erzeugen weil man einfach schon dieses doppelt gebackene Haar hat.
00:06:48: Und natürlich benutzen sie auch hundert Prozent Sauerteig Sir Frederick, der Zweite.
00:06:54: Das ist sein Name und auch das in einem Sauerteig trägt wahnsinnig so ein Geschmacksprofil dazu bei.
00:07:02: und dann versuchen wir natürlich eine Glutenstruktur aufzubauen über lange Knetezeiten, über verschiedene Stretch and Folds und natürlich über eine sehr, sehr lange Reifezeit.
00:07:15: also wir haben insgesamt vom Vorteil bis zum Brotbacken, Wahnsinnig widergeben.
00:07:24: Ich durfte es ja schon probieren.
00:07:26: Es liegt auch mit dem Brotgang, kommt noch so ein kleiner Brief an den Tisch.
00:07:31: Wir wollen jetzt gar nicht zu viel entliesern.
00:07:33: Was hatte das denn damit auf sich?
00:07:34: Wie kam da die Idee für?
00:07:36: Ja natürlich ist es meine Familiengeschichte und also was heißt natürlich?
00:07:40: Das spiegelt ein bisschen meiner Familiengeschichten wieder.
00:07:43: Wir nennen den Brief aus Liebe zum Brot Und das ist eine kleine Liebeserklärung ans Brot Natürlich mit meinem Familien im Background.
00:07:55: Aber auch mit der Idee, was bedeutet Brot?
00:08:01: In Deutschland ist es immer noch ein absolutes Grundnahrungsmittel.
00:08:04: Für mich hier ist das Teil meiner DNA.
00:08:06: Es ist ehrlich und rein.
00:08:11: Es kann Weltklasse sein, meiner Meinung nach.
00:08:16: Und es spiegelt einfach... so ein bisschen auch meine DNA, meine Identität wieder.
00:08:22: Wie wir Sachen benutzen und wie viel ... ja, wie tief ihren Materien eintauchen um sie zu perfektionieren?
00:08:30: Weil es ist in Anführungszeichen nur Brot.
00:08:33: aber das Brot bei uns ist meiner Meinung nach was ganz Besonderes.
00:08:36: Das bekommt einen besonderen Platz Und genauso ist es auch mit anderen Lebensmitteln.
00:08:41: Ich meine es ja nicht umsonst, dass man ins Ausland geht und man findet im Zweifel vielleicht eine französische oder eine deutsche Bäckerei.
00:08:47: Aber jetzt nicht unbedingt aus jeder unterschiedlichen Nationalität.
00:08:50: also ich mein Deutsche Bäckereien sind ja auch im Ausland schon sehr beliebt.
00:08:53: das ist hier irgendwo auch ein bisschen ja ne DNA der deutschen Gastronomie Kultur irgendwie, dass wir einfach sehr viel Wert auf Brot-und-Bäckerei Handwerk legen
00:09:03: Auf jeden Fall!
00:09:03: Und es macht's ja auch so spannend.
00:09:04: Also ich glaube jeder der schon mal längere Zeit im Urlaub in dem Ausland fahre Der vermisst es.
00:09:10: Und ich glaube, den muss man auch ein bisschen das einräumen.
00:09:14: also zum Beispiel... Ich habe direkt gesagt, der werden sein Brot nur mit Salzbutter servieren.
00:09:20: Französischer Salzbuttern ja, weil sie noch ein bisschen besser ist als die deutsche, weil es da einfach Qualitäten gibt, die auch Outstanding drin sind.
00:09:27: Das hat bestimmt auch meinen Opa gar so gemacht.
00:09:30: Wenn er damals gewusst hätte was es doch so auf der Welt gibt!
00:09:37: Man könnte jetzt meinen okay Gericht, irgendwie klassisch was auf dem Teller am Ende landet.
00:09:43: Hast du dann auch aus Brot mal einen Gericht gezaubert wo du so sagst okay das bezeichnest Du heute auch als Gericht?
00:09:50: Noch nie!
00:09:51: Wir sind aber tatsächlich im Hintergrund gerade dran mit Brot ein Dessert zu entwickeln, wo ich sehr sehr spannend finde.
00:09:59: Aber für mich ist eigentlich das Brot sowas Wichtiges, hat auch einen wahnsinnig wichtigen Stellungswert bei uns im Restaurant dass ich eigentlich auch versuch, das so rein wie möglich zu servieren.
00:10:10: Also bei uns gibt es tatsächlich eine Scheibe Brot mit Butter.
00:10:14: Das soll gar nicht dix bekehrlich sein sondern ein bisschen ne Umarsch an meine Vergangenheit und ja... das soll so rein als möglich sein!
00:10:25: Wir packen große Brote weil die meiner Meinung nach noch besser schmecken und deswegen gibt's einfach eine Scheibeprot mit Butter.
00:10:30: und vielleicht die beste Art und Weise.
00:10:34: Aber Genau, es ist einfach was Serra-Ereines.
00:10:38: Wir backen das Brot in Kiloleiben.
00:10:41: Das braucht fünfzig Minuten im Ofen weil auch tatsächlich sich ein anderes Geschmacksprofil entwickelt wenn das Brott längere Hitze hat und das meine ich noch nicht mal von außen sondern auch innen drin.
00:10:53: die Krume verändert sich einfach Es macht einen Unterschied ob ein Brot eine Kerntemperatur von drei neunzig Grad über zehn Minuten zwanzig Minuten oder dreißig Minuten hat.
00:11:04: In Anführungszeichen dunkelt auch nach innen nach.
00:11:07: Deswegen wird ein Brötchen, das siebzehn Minuten im Ofen braucht und wir niemals so schmecken gegen großes Brot.
00:11:15: Und dadurch entwickeln sich ganz andere Sachen die Reife des Zeugs.
00:11:20: Wir merken auch wenn es ganz frisch aus dem Ofen kommt dann hat's eine andere Säurestruktur Es hat einen anderen Charakter ist es noch heller gelber und wenn zwei drei Stunden ruht und wir backen kurz vorm Service nochmal auf, dann verändert sichs nochmal Und das ist sowas... Ja, Brot ist faszinierend.
00:11:37: Das ist eine eigene Welt und eine eigene Dynamik auch.
00:11:41: Man richtet sich ja nach dem Teig.
00:11:43: Ich kann ja jetzt nicht sagen wir fangen jetzt um acht Uhr ankneten in den Teig und um vierzehn Uhr was fertig, sondern man braucht ne Stunde länger mal ne Stunde kurzer.
00:11:55: Es verändert sich über Luftfeuchtigkeit Temperatur und es ist so ein wahnsinnig spannendes Produkt für das man natürlich ein gewisses Handwerk braucht und wissen.
00:12:05: Und ja, so ist es irgendwie mit allem nicht nur in der Küche sondern auch natürlich beim Backen.
00:12:13: Aber man merkt die Leidenschaft
00:12:14: ist schon da!
00:12:14: Also werden wir schon darüber reden?
00:12:16: Ich kann
00:12:16: gerade sagen, während du schon drüber geht, dass man merken, du bist da richtig noch drin.
00:12:20: Das heißt... Ja,
00:12:20: skribbelt sich dich die Finger.
00:12:22: Freue mich schon wenn man gleich.
00:12:27: Du backst auch hier tatsächlich das Brot noch wirklich von Anfang bis Ende komplett mit?
00:12:31: Oder ganz alleine oder was ist... Nee,
00:12:34: mit.
00:12:34: Also wir haben mittlerweile zwei Teammitglieder rausgezogen, die das auch mitmachen.
00:12:41: Ist dann irgendwann so aber ich bin federführend dabei und habe jedes Brot in der Hand.
00:12:46: Ich bin beim Teil bei der Teigzubereitung dabei.
00:12:49: Ich forme jedes Brott selbst ab!
00:12:51: Das ist tatsächlich mir ganz wichtig weil nur dann Das ist auch nochmal so ein wichtiger Punkt, der Teil geht auf.
00:12:56: Wir werden ihn dann ziehen, falten und in Anfangs seine Blutenstruktur aufbauen.
00:13:03: Lassen den im Ganzen also die Stücke achern, hätten wir das aufgehen bis zu einem gewissen Punkt.
00:13:08: Und dann fangen wir an zur Form.
00:13:11: Das Form ist wahnsinnig sensibler Punkt weil wir natürlich Spannung und Zug auf den Teil geben müssen, dass er am Schluss die Form behält.
00:13:21: Wenn man zu viel Zug darauf gibt, verkleinert mal und komprimiert die Poren.
00:13:24: Wir wollen ein sehr luftiges offenporiges Brot.
00:13:29: Und natürlich ist es dann der wichtige Punkt Die Einschätzung des Teiges wie lange er jetzt noch stehen muss bevor er über Nacht ins Kühloster und das ist Tagesform abhängig.
00:13:39: Das liegt dann wirklich an Stehen in der Küche irgendwo einen großen Topf auf wo Luftfeuchtigkeit und Temperatur entsteht hat zufällig mal wieder in Frankfurt geschneit, was gerade von innen wieder passiert.
00:13:51: Oder funktioniert die Lüftung richtig?
00:13:53: Haben wir auch einmal einen anderen Luftzug?
00:13:55: und das sind alles so Sachen wie bei einem Gericht, wie wenn ich am Pass stehe und das Fleisch nach vorne kommt, wenn ich die Soßen anrechte.
00:14:06: Da geht es um Sekunden und beim Anderen geht's auch um Sekunde.
00:14:09: aber die muss sich dann in dem Moment noch definieren weil braucht jetzt ein Viertelstunder noch draußen, braucht nur eine halbe Stunde oder... Lassen wir's lieber noch mal eine Stunde stehen, und reizen das Ganze aus.
00:14:22: Ja und es ist jedes Mal ein Challenge aber natürlich irgendwie ne mega Herausforderung jedesmal.
00:14:30: und Passenation
00:14:32: ja.
00:14:32: Ich meine der Perfektionist kommt nicht nur auf den Tellern durch, man hofft.
00:14:35: beim
00:14:35: Brot
00:14:36: kann ich auch bestätigen zwar definitiv wahrscheinlich eines der besten Stückebrot die ich bisher in meinem Leben gegessen habe.
00:14:41: also man merkt schon dass diese Leidenschaft da auch einfach schon seit jeher da ist, glaubst du das ist was wo du auch mal ein Gericht vielleicht raus zauberst?
00:14:53: Also nicht nur die Scheibebrot mit Butter sondern wo du wirklich sagst okay wir brauchen mal einen Gericht daraus.
00:14:58: Also ich glaube die Scheibeproken mit Butter die dir jetzt immer geben weil es ist ja... Das ist es einfach für mich das Ding.
00:15:07: aber also tatsächlich sind mir natürlich hinten dran immer überlegen und wir machen viel Research mehr unterhalten uns im Team viel Und es gibt schon Pläne für einen Gericht.
00:15:17: Ich will jetzt nicht zu viel sagen, aber das soll eventuell mal ein Dessert mit Brot geben.
00:15:23: Wir haben ja natürlich – was mir auch eben so ein bisschen meine Philosophie ist – wir versuchen immer um die Ecke zu denken und wir versuchen mit Lebensmitteln gut umzugehen.
00:15:35: Wir benutzen deshalb auch viel Altbrot.
00:15:37: Nicht nur weil's wirtschaftlich ist, ist das natürlich toll!
00:15:41: Aber es bringt auch was.
00:15:42: Es bringt Mehrwert, es bringt den Brot etwas.
00:15:45: und jetzt ist natürlich die Überlegung Was kann man daraus noch gewinnen?
00:15:47: Und wir sind jetzt gerade so in den Stadlöchern und am Legen Brot nie so sehr zu stellen.
00:15:53: vielleicht finde ich das sehr einfach mal Einfach mal ein bisschen auszuprobieren, was für Möglichkeiten habe ich?
00:16:00: Und was bietet mir Brot eigentlich überhaupt?
00:16:03: Man ja im Kohlen tratte wir haben dadurch Zucker!
00:16:06: Wir haben alles was man eigentlich Gut braucht, um andere Prozesse anzustoßen.
00:16:13: Und das sind wir jetzt gerade ein bisschen noch ganz in den Anfangs-Startlöchern.
00:16:17: aber ich bin gespannt wohin uns das bringt ja?
00:16:19: Ich meine eine alkoholfreien Getränkebeleitung hatte dir zum Beispiel schon was mit dem Brot drin.
00:16:23: es war sehr spannend.
00:16:25: Ja da gibt's unseren Brotkombuter auch aus hundert Prozent aus einem Sauerteig gewonnen.
00:16:30: also auch ganz ganz ganz spannendes.
00:16:32: also dieses leicht hefige tiefe röstige Umami Stimmt, das werden wir fast... hab ich tatsächlich nur kurz über die Küche nachgedacht.
00:16:43: Aber natürlich ist es auch was Wahnsinnig Spannendes.
00:16:46: und Auch wieder was dieser Kombucha plus Brot Das funktioniert einfach.
00:16:53: Du hast die Kohlenhydratatur, du hast die Zucker, der arbeitet wunderbar Und er entwickelt eine ganz ganz ganz feine Säure Die gar nicht so kombucha-typisch ist sondern mehr so.
00:17:01: dieses Teege U-Mami sag' ich jetzt mal mitbietet
00:17:04: Uns hat es sogar fast schon, ich sag mal so ein Traubenaroma schon mitgegeben.
00:17:09: Prijoschige was man dann wieder vom Champagner kennt kommt dann auch wieder durch die Brotnoten, kommen da irgendwie schon Bezüge im Kopf zu bekannten anderen.
00:17:17: Ja haben wir natürlich diese wunderbaren Milchsäurebakterien wo wir aber probieren natürlich die in irgendeinem gewissen Art und Weise einen Zaun zu halten.
00:17:24: Aber ja ist einfach wie du sagst das ist ganz ganz ganz tolles Gericht und Getränk
00:17:30: Das Brot bei dir ein wichtiger Teil der Küche ist.
00:17:32: Ist irgendwie anhand der Vergangenheit natürlich relativ logisch, aber es gibt ja in den deutschen Feind-Eining Gastronomien sehr unterschiedlicher Rangehensweisen.
00:17:39: Teilweise wird's komplett weggelassen.
00:17:40: Inzwischen teilweise kriegt man noch einen Brotwagen mit dreißigwürzig Sorten, teilweise Inghaus, teilweise zugekauft.
00:17:47: Wo siehst du da so die Gastronomie in Deutschland?
00:17:50: Ja ich glaube wenn man das jetzt witzigerweise auf so einem Mikro-Kosmos sich reduziert zeigt das eigentlich die wahnsinnige Spannung, die wir in Deutschland haben.
00:18:00: Es gibt wahnsinnig unterschiedliche Konzepte.
00:18:02: Jedes steht für sich und jedes macht es ein bisschen anders, wir haben wie du schon gesagt hast Brot in verschiedenen Inszenierungen in verschiedenen Formen klein groß.
00:18:12: jeder hat seine Philosophie und jeder hat auch ja ich sage jetzt mal eine Idee dahinter warum er was so mache.
00:18:19: und ich glaube genau das ist tatsächlich etwas ganz spannendes was die deutsche Gastronomie meiner Meinung nach aktuell so ein bisschen prägt weil wir haben Top Gastronomie in Deutschland wissen, was Feindinien angeht.
00:18:34: Was gehobene Gastronomie eingeht.
00:18:36: Wirklich tiptop aufgestellt aber auch sehr individuell und es gibt... Ich glaube jeder kann sich als Gasthaler des Privileg sich in Deutschland selbst rauszupicken.
00:18:47: Und was finde ich denn gut?
00:18:49: Mag' ich das eine Brot von mir mag' ich ein kleines Brötchen mag' den Brotwagen oder verzichte ich lieber auf Brot?
00:18:55: und genauso ist es in der ganzen Bandbreite der Spitzengastronomie.
00:18:59: mag ich die traditionelle Küche, mag ich klassisch-französische Küche.
00:19:05: Asiatische Küchen mag ich das Sushi Steiner Restaurant und das zeigt einfach so ein bisschen wie vielfältig mittlerweile Deutschland ist und wie viele spannende Sachen es gibt.
00:19:15: Allein hier in Frankfurt ist es ja wirklich absurd!
00:19:18: Wir haben vom Lafleur die klassisch französisch kochen über Jochim Busch im Rausch der eine wahnsinnige innovative moderne Küche an Anbiete.
00:19:30: Wir haben vegane Sterne Gastronomie über Sevens Mounds, aber es gibt auch japanische Küche und es zeigt einfach wie vielfältig, wie toll Gastronomie mittlerweile in Deutschland zelebriert und gelebt wird.
00:19:46: Findest du auch dass die deutsche Sterne gastronomie jetzt ich sag mal in einem internationalen Vergleich auf welchen Level findest Du bewegen wir uns da aktuell?
00:19:54: Aber ist natürlich für mich schwierig einzuschätzen.
00:19:57: Ich bin zwar, ich gehe so natürlich gerne essen aber da traue ich mir keine zu dass wir das sich da wirklich einen Statement abgeben glaube müssen uns nicht verstecken.
00:20:06: Das ist sowas was ich sage.
00:20:08: ansonsten glaube ich jetzt mal meine Meinung ja nicht so relevant und genau vielleicht auch nicht so wie das andere beurteilen können.
00:20:21: Ja ich mein Michel Lagarde selber Weil der Verleihung letztes Jahr hat ja schon auch gesagt, dass die deutsche Messlatte sehr hoch ist.
00:20:30: Und klar wir stehen hier für Genauigkeit, Timing
00:20:33: Präzision,
00:20:34: Pünktlichkeit, alles hilft mit!
00:20:36: Die ganzen deutschen Tunis sind in der Sternegasstronomie nicht so verkehrt.
00:20:40: Ich glaube das eine was vielleicht.
00:20:41: aber ich würde sagen da haben wir einen ganz guten Weg genommen.
00:20:45: Vielleicht zur Kreativität.
00:20:46: Manchmal hatte man das Gefühl man konnte in viele Sternegastronomien gehen und die Menüs waren halt produkttechnisch und auch technikentechnisch sehr ähnlich.
00:20:54: Aber man hat schon das Gefühl, dass diese Bewegung ein bisschen mehr zu Individualität geht.
00:20:58: Mehr zu... Man hebt sich voneinander etwas mehr ab und versucht unterschiedliche Einflüsse aufzugreifen.
00:21:04: Das ist gerade gesagt vegetarisch, vegan, japanisch!
00:21:08: Die Vielfalt wird glaube ich etwas größer so?
00:21:11: Ja, ich glaube auf jeden Fall.
00:21:12: Ich glaube die deutsche Feind-Einungszene auf jeden fall auf dem Megaweg
00:21:17: Kurzer Werbeblock zwischendrin.
00:21:18: Bei uns bei Les Etats geht es natürlich um richtig gutes Essen.
00:21:21: und was gehört bei richtig gutem Essen dazu?
00:21:23: Genau, richtig guter Wein!
00:21:26: Oft das Problem ist man weiß gar nicht wo man anfangen soll.
00:21:30: die Weinauswahl ist nahezu unendlich und man will sich vielleicht nicht durch stundenlange Beratung oder endlose Listen in Online-Shops quälen.
00:21:39: Und genau dafür gibt's Feinwein.
00:21:40: Die FeinWein-Editionen sind Boxen von Spitzenweingütern aus ganz Europa Mit sechs Flaschen kuratiert und perfekt auf die Saison abgestimmt.
00:21:49: Aber es bleibt nicht nur bei der Flasche Wein!
00:21:51: Bei jeder Box, bei jeder Flashe sind noch Videos vom Kellermeister dabei Servierempfehlungen Hintergrund-Infos.
00:21:56: so kann man etwas erleben.
00:21:58: Das Ganze kommt außerdem in dieser super edlen schwarzen Geschenkverpackung macht wirklich was her.
00:22:02: Und jetzt sage ich schaut einfach mal auf der Webseite vorbei.
00:22:04: mit dem Code Podcastszwanzig könnt ihr zwanzig Prozent auf die aktuelle Edition sparen.
00:22:08: probiert die Sommeredition aus.
00:22:10: uns hat sie gut gefallen.
00:22:11: Ich hoffe euch auch.
00:22:12: damit ist die Wernung vorbei.
00:22:13: und jetzt noch viel Spaß mit der restlichen Folge.
00:22:15: Ich meine, Lizzie Troll begleitet dich ja auch schon ein kleines bisschen.
00:22:19: Du durften ja schon ein paar Menüs von dir probieren das aktuelle Menü im The Dune definitiv eine Bombe du darfst mir auch schon probieren.
00:22:27: dementsprechend du hast schon Entwicklung angesprochen.
00:22:29: wo geht's denn so für dich hin?
00:22:31: Wie entwickelst du deine Teller denn inzwischen vielleicht auch gerade unter dem Aspekt wie du es gerade gemeint hast so ein bisschen reduzierter weniger Zutaten und aus wenigen Dingen kann eigentlich was richtig Gutes entstehen.
00:22:44: Ja, ich glaube grundlegend bin ich ein bisschen erwachsener geworden.
00:22:48: Natürlich prägt einen die Zeit davor und meine Partner Lea und ich hatten einen kleinen Break bevor wir hier nach Frankfurt gekommen sind wo man natürlich viele Revue passieren lässt.
00:23:03: Man macht sich viel Gedanken.
00:23:04: was habe ich gemacht in der Vergangenheit?
00:23:06: Wo hab' ich mich vielleicht etwas verkünstelt?
00:23:09: Und mit so einem Neustart war natürlich die Intention direkt das Profil zu schärfen, nochmal in sich zu gehen und sich wirklich Gedanken darüber zu machen was habe ich gemacht.
00:23:20: Und ich glaube daraus ist eine erwachsene Version von mir selbst geworden.
00:23:25: also ich hab das kulinarische oder meine kulinarische Handschrift ein bisschen noch mal nachgezogen ja bin einfach in mich gegangen habe überlegt was war denn jetzt wirklich relevant?
00:23:36: Was war nicht relevant und mich nur noch auf die relevanten Sachen konzentrieren.
00:23:40: Die Teller sind noch schnörkelfreier.
00:23:42: Es wird noch mehr Wert auf Produkt gelegt, auf Produktküche was mir ganz wichtig ist und ja auch so dieses... Was bedeutet dann Produktkühle?
00:23:53: Produktkühl bedeutet für mich natürlich tolle Produkte zu kaufen.
00:23:57: Das steht natürlich an erster Stelle die müssen von außergewöhnlicher Qualitätszeit.
00:24:01: aber damit endet das nicht für mich.
00:24:02: Produktköche bedeutet auch für mich was kann ich mit Produkten machen.
00:24:07: Gutes Beispiel ist unser Kaisergranat Ganz, ganz wunderbares Gericht dass wir seit Anfang an hier im Legionen im Menü haben und wahrscheinlich auch ein bisschen bleiben wird so wie die Resonanz der Gäste.
00:24:20: Kann ich sehr gut nachvollziehen?
00:24:23: Da ist es natürlich wahnsinnig spannend weil wir kaufen einen hier und schaffen uns drei Gerichte raus zu bekommen.
00:24:27: und für mich ist das eigentlich eine Art von Produktküche die ja, die wir uns selbst irgendwie erarbeitet haben, die sich über die Jahre immer weiterentwickelt hat.
00:24:39: Aber ein Langostil hat nun mal verschiedene Teile.
00:24:42: Wir haben natürlich die Langostille an sich als Gericht im Menü, als Zwischengang aber wir lösen die Scheren aus.
00:24:49: Wir machen einen kleinen Salat in einem wunderbaren Tatlet.
00:24:52: Wir kochen aus den ganzen schalen Essenzen.
00:24:56: das zum Apparativ als ich sage jetzt mal kleine Süppchen oder wie eigentlich eine kleine T-Zeremonie gibt.
00:25:03: und so bauen wir ein bisschen Dramatologie auf und versuchen einfach... Das Produkt im Ganzen zu sehen.
00:25:09: Ich meine, das ist auch wieder wie Brotbacken was ganz Irrtümmliches.
00:25:13: Man kauft ein ganzes Hühnchen, so verklär' ich mich mal vergleicht, verglichen man kauf einen Hühhnchen und natürlich besteht es nicht nur aus einer Prust sondern es gibt einfach Nebenprodukte die anfallen.
00:25:24: und wir versuchen den Nebenprodukten dem Platz zu geben, den Raum zu geben.
00:25:29: Nicht nur Nebenprodukt zu sein, sondern in dem Moment ein Hauptakteur.
00:25:33: Und ich glaube, dass das wirklich unsere Küche wahnsinnig spannend macht und uns als Köche tatsächlich auf eine ganz tolle Art und Weise fordert.
00:25:41: Weil es halt nicht nur dieses... Man benutzt jetzt einen Teil von dem Tier sondern wir versuchen natürlich immer um die Ecke zu denken und versuchen was können wir hiermit machen?
00:25:50: Was gibt das?
00:25:51: Was gebt uns das Produkt vor?
00:25:53: Wie können wir das verarbeiten?
00:25:55: Das ist ein wahnsinnigt spannender Teamprozess weil es alle fordert und neue Sachen entstehen lässt!
00:26:03: Manchmal auch ganz altertümliche Sachen wie Terrien, Pasteten.
00:26:07: Wo man natürlich wunderbar Produkte verarbeiten kann.
00:26:11: Ja, du hast gerade Team angesprochen!
00:26:12: Ich meine ihr seid ja jetzt hier auch ein paar Leute in der Küche.
00:26:15: Wie groß ist denn so der Teamprozess eigentlich dann hinten dran?
00:26:18: Also wie viel Input ist von verschiedenen Stellen?
00:26:22: Schreibst du das Menü komplett alleine?
00:26:24: Seid ihr da sehr viel im Austausch?
00:26:26: Wie läuft es bei euch?
00:26:26: Das sind sehr viele im Austauch also... Natürlich des Opening war natürlich ich federführend.
00:26:31: Ich habe das erste Menü geschrieben, aber ansonsten haben wir wirklich eine tolle Teamkultur.
00:26:37: Wir treffen uns einmal im Monat und treffen uns zum Kaffee trinken.
00:26:41: Da werden auf jeder Gerichte Vorschlagen oder Komponenten, je nachdem natürlich auch ein bisschen Positions- und Erfahrungsabhängig wie viel er einbringen kann in seiner Situation.
00:26:53: Und dann planen wir die nächsten vier Wochen.
00:26:57: Also
00:26:57: z.B.,
00:26:58: der Chef der Party sagt hey!
00:27:01: Der Dirk... Ich möchte jetzt die und die Soße machen.
00:27:03: Die ist ultra cool, ultra geil!
00:27:06: Das zeige ich dem Team sondern wird es getaktet in den nächsten vier Wochen.
00:27:11: Wird gemacht und vier Wochen später haben wir dann wieder ein Team-Meeting wo wir dann Revue passieren lassen was haben wir getestet?
00:27:18: Was können wir damit machen?
00:27:19: Und vielleicht ein Suche präsentiert auch ein ganzes Gericht und dann wird das zusammengebastelt und so werden wir in Zukunft neue Gerichte entwickeln und im Team erarbeiten.
00:27:30: Das heißt, wechselt ihr beim Menü dann auch immer punktuell einzelne Gerichte aus oder habt ihr so ein... Also es ist immer so ein Wandeln das Menü was einzelne Positionen immer wieder austauscht.
00:27:42: Aber jetzt nicht!
00:27:43: Frühlingsommerherbst, Winter der Klassiker irgendwie viermal im Jahr, saisonal bedingt ein neues Menü.
00:27:48: Sondern mal geht das, mal wechselt es.
00:27:50: Genau.
00:27:51: Kaiser Granat bleibt vielleicht ein bisschen länger auf der Karte?
00:27:53: Vielleicht ja.
00:27:54: Fingers crossed!
00:27:55: Nein, genau so werden wir's machen.
00:27:57: Wir wollen uns natürlich ein bisschen mit dem Zügel in der Natur arbeiten und natürlich gibt es immer wieder Momente wo mehr getauscht werden muss weil es Frühling ist oder weil er Sommer anfängt.
00:28:07: Weil wer auf andere Produkte zugreifen kann oder andere Produkten auslaufen.
00:28:11: Aber eigentlich möchte ich so ein bisschen auch wieder diese Dune einspielen lassen.
00:28:18: Auch die Düne ist immer in Bewegung, so wollen wir auch immer in Bewegung sein.
00:28:21: Wir wollen nie stagnieren!
00:28:22: Wir wollen ja immer in Veränderungen leben und immer im Fortschritt Leben und immer ein bisschen vorangehen.
00:28:29: Habt ihr ... wenn du jetzt von Fortschutz habt ihr auch schon So die ersten, ich meine es ist jetzt noch sehr, sehr frisch.
00:28:36: Aber habt ihr schon in den Menüs jetzt schon die ersten Änderungen auch schon direkt live schon umgesetzt nach Rückmeldungen?
00:28:43: Also so im Sinne von okay das oder dass ging raus und dann ah das kam super an!
00:28:47: Okay das verbessern wir nochmal hier oder da machen wir nochmal das.
00:28:50: Ist das wirklich direkt von Punkt Null an der Prozess oder sagt ihr ok wir starten jetzt erstmal ganz entspannt Wir machen ein Menü und dann startet das Stück für Stück.
00:29:01: Wir haben das direkt umgesetzt.
00:29:03: Ich bin der Ehemann, der ist wahnsinnig ungeduldiger Mensch.
00:29:07: Fällt mir schwierig und da kann es sein, dass wir es heute so machen, morgen so.
00:29:13: Und übermorgen habe ich aber die nächste Idee.
00:29:16: Auch wenn wir Gerichte immer wieder rausnehmen durch neue Ersetzen arbeiten wir permanent bis zum letzten Tag wo das Gericht im Menü ist angerichtet.
00:29:25: Wenn jemand eine bessere Idee hat, wenn wir andere Anrichterweise haben tagesaktuell nachgezogen, justiert und ich glaube so muss man auch arbeiten.
00:29:35: Alle Produkte sind jeden Tag ein bisschen anders.
00:29:38: wir müssen uns immer wieder auf verschiedene Situationen einstellen und das ist für mich immer ganz wichtig immer möglichst viel Input auch zu geben und flexibel zu sein.
00:29:46: ja weil nun gestern tatsächlich in einem starren System natürlich dass es ist die Flexibilität aber die letzten paar Prozent meiner Meinung nach noch ausholen kann.
00:29:57: Das heißt du stehst auch selber noch schon sehr viel mit in der Küche oder ist es mehr ein
00:30:01: drüber Schauen?
00:30:02: Nein, also ich stehe schon viel mit drin.
00:30:04: Klar habe ich ja auch eine andere Verantwortung um mich auch um andere Sachen kümmern.
00:30:08: aber Ich schaue dass sich zum Beispiel Ich sage jetzt mal meine ringsrum Aufgaben erledige bevor die Bevor mein Team da ist und das ich damit im team möglichst viel Zeit in der küche verbringen Sachen mache und dass wir auch immer das immer weiß was passiert und immer mit irgendwie Ja dabei bin klar kann ich jetzt nicht mehr hier alles so selber kochen oder jeden Fisch filetieren.
00:30:32: Aber dafür habe ich ja auch ein Team, dafür hab' ich ganz tolle Mitarbeiter die mir wirklich viel abnehmen weil es natürlich mit forty-fünf Sitzplätzen fünf Tage die Woche ist es natürlich nicht möglich alles alleine zu machen.
00:30:45: das heißt sich da natürlich schon verändert und so verändert man sich ja natürlich auch als Mensch und muss ja mehr Führung übernehmen und anders führen.
00:30:56: Erzähl mal ein bisschen über das The Dune, es ist ja noch... ... niegelnagelneu, man könnte fast sagen an den einen oder anderen Stellen kann man noch die Preisschilder.
00:31:21: Ja tatsächlich, die sind zum Glück alle abgemacht worden!
00:31:24: Aber genau also wir haben am vierten Dezember offiziell eröffnet... ...sind hier im The Florentine dem neuesten Althof Collection Hotel in Frankfurt am Main.
00:31:35: und ja wir haben hier ein wirklich wunderbares modernes Fine Dining Restaurant wo wir ein Menü anbieten Aber auch gerne Gäste willkommen heißen, die man nur auf eine Teiligkeit vorbeikommen wollen.
00:31:47: Was glaube ich gerade in so einer Welt statt wie Frankfurt essentiell ist?
00:31:51: Also mir war es immer wichtig wenn ich jemals die Möglichkeit bekomme ein Stadtrestaurant zu betreiben.
00:31:58: War mir immer klar Ich möchte auch was für den Menschen in der Stadt machen.
00:32:01: Ich möchte einen Anlaufpunkt machen.
00:32:03: Natürlich einen Ort des Genusses schaffen und von großer Kulinarik, das auch meinem Anspruch gerecht wird.
00:32:09: aber ich möchte auch dass Menschen aus der Stadt wissen Hey, ich kann in Stadion kommen.
00:32:16: Ich kann auch mal vorbeikommen, keine Kleinigkeit essen.
00:32:19: Ich bin nicht gezwungen ausschließlich das Menü zu essen sondern wir haben so eine kleine Karte.
00:32:24: Wir haben ein Lounge.
00:32:26: Da kann man für eine wunderbare Kaviawaffel, für Hauptgänge vorbeikommen.
00:32:29: Man kann aber auch einfach ein paar Austern oder Dissertalen und einfach eine schöne Zeit haben.
00:32:34: Und ich glaube es ist... Auch was es nicht so oft in Deutschland gibt Einfach einen Zufluchort für gute Gastronomie Top-Gastronomie sogar im besten Fall.
00:32:45: Top-gastronomie kann man definitiv für Stetigen hier,
00:32:47: ja?
00:32:47: Ja und genau das ist eigentlich das was wir bieten möchten.
00:32:50: und für Gastronom wie uns ist es natürlich auch wahnsinnig schön einen Standpublikum zu haben.
00:32:57: Es ist natürlich schön immer ein Wechsel zu haben und immer andere Charaktere zu haben Und es ist wahnsinnlich spannend nie zu wissen was abends und was für Art von Menschen einer warnt.
00:33:06: Aber es ist natürlich auch schön Menschen zu haben die immer wieder zu einem kommen Die wissen Da ist es einfach toll und die Mischung macht's.
00:33:15: Und genau diese Mischungen wollen wir hier schaffen, wollen einen Ort schaffen der vielleicht einfach dafür steht dass man das Genuss auch nicht unbedingt maximale Zeit braucht.
00:33:29: Ja und ich meine du hast ja diese Mischung allein schon dadurch, dass ihr auf der einen Seite seid den natürlichen Stadtrestaurant.
00:33:33: Auf der anderen Seite aber auch ein Hotel-Restaurant das heißt die Abtotelgäste, die wechseln relativ häufig.
00:33:39: Da kommt dieses schöne wechselende Publikum rein.
00:33:41: dann habt ihr die Stadtgästen, die ich sage jetzt mal eher vielleicht so ein bisschen die Stammgästewerden.
00:33:45: also ich glaube die Mischungen ist ja durchaus da.
00:33:49: Hast Du da auch eine Präferenz?
00:33:52: Also dass du sagst Ihr wollt auch von der Karte her immer so aktuell bleiben, damit es eben gerade für die Stammgäste interessant ist regelmäßig wiederzukommen.
00:34:00: Weil wenn man zwei-dreimal das gleiche Menü dann vielleicht schon gegessen hat und in zwei drei Monaten kommt erst das Neue, dann sagt man ja, dann komme ich vielleicht erst im Mai?
00:34:07: Auf jeden Fall!
00:34:08: Ja, das ist natürlich auch in der heutigen Welt wie schnell sich alles bewegt um unserem Bemerknis vor allem hier in Frankfurt natürlich eine Stadt mit wahnsinnigem Puls drauf hat Da darf man auch nicht in Vergessenheit geraten.
00:34:20: Also wenn ich jetzt sagen würde, ich mache jetzt drei, vier Minüs im Jahr.
00:34:25: Ich glaube dann wird man schon bei vielen Untermahrer darfliegen.
00:34:28: und deshalb auch dieses Immer-in-Bewegung bleiben immer mal wieder was Neues machen.
00:34:32: Es ist ja nicht schlimm, jetzt sage ich jetzt mal als Gast oder ich empfinde es persönlich nicht erst schlimm Wenn ich nach acht Wochen komme und bekomme sechzig-siebzig Prozent neue Gerichte.
00:34:42: das ist ja toll gigantisch.
00:34:45: Genau, das ist ja eine ganz andere Flexibilität.
00:34:50: und ja und deshalb versuchen wir so ein bisschen auch wirklich dem Puls hochzuhalten auch bei uns dass wir immer wieder was Neues haben, immer mehr etwas Neues kreieren muss natürlich auch immer unser unserem Anspruch genügen muss eigentlich immer noch ein ganzes Stückchen drauf sein.
00:35:06: aber einfach man bin nicht in Vergessenheit gerade und ich glaube in so einer schnelllebigen Stadt Da muss man auch was bitten.
00:35:15: Hast du das Gefühl, dass es generell so ein bisschen in der deutschen Gastronomie aktuell mit denen es entwickelt sich immer mehr zu den Menüs?
00:35:21: Dann gibt's wieder ein paar die sich abspalten und sagen wir brauchen eigentlich wieder Allerkartoptionen damit die Gäste eben mehr Optionen haben.
00:35:27: Wo hast du das gefühlt?
00:35:27: bewegt sich das gerade irgendwie so hauptsächlich hin?
00:35:29: Ich glaube mal ist eigentlich grad so'n bisschen im Zwitspalt.
00:35:31: also seit Jahren ist ja dieses Menüthema sehr sehr prägnant und viele machen das.
00:35:39: ich habe das ja auch Jahre davor gemacht.
00:35:41: Es kommt natürlich immer viel auf den Standort des Restaurants an.
00:35:46: Man muss auch wissen, wo man ist und was man anbieten muss.
00:35:48: Also ich glaube, man musste einfach eine gute Marktanalyse betreiben.
00:35:52: Das haben wir gemacht und deshalb kann ich für uns sprechen, dass die Mischung bzw.
00:35:57: Alternative zum Menü einfach in unsere Lounge zu kommen, geile Sachen zu essen, Spaß zu haben, ein bisschen Wein zu trinken – schon sehr gefraubt ist!
00:36:08: Und das da wirklich ... Interesse besteht.
00:36:11: und auch Hotelgäste natürlich sagen so, heute reisen wir spät an.
00:36:16: Wir sind vielleicht bis Flugzeuge hat irgendwie verspätet und gekommen, da ist es um zwanzig Uhr.
00:36:21: Wir essen eine Kleinigkeit und morgen machen wir dann das große Menü.
00:36:26: Toll!
00:36:26: Ist ja auch super dass wir die Möglichkeit haben Gäste zweimal hintereinander zu begrüßen.
00:36:31: Ja um den Podcast vielleicht nochmal abzuschließen dieses einiges Gericht Das Brot steht bei dir ja heute immer noch eigentlich fast genau so auf der Karte.
00:36:41: Und der Brotbrief, der dabei ist, ist ja auch etwas sehr Persönliches.
00:36:44: Ich meine wir haben ihn gestern auch schon lesen dürfen.
00:36:48: Ja was steht denn im Brief?
00:36:51: Ich glaube ja das BrotBrief ist eine kleine Geschichte über die Liebe zum Brot von mir selbst geschrieben mit bisschen Werten und mit Philosophie aber natürlich auch mit vielen Gedanken von mir in einer persönlichen Message.
00:37:07: ich glaube um die aber richtig erleben zu können Da müssen Sie, liebe Hörer, zu uns ins Studio nach Frankfurt kommen.
00:37:15: Weil das einfach jetzt vorzulesen oder zu transportieren, glaube ich wird die Sache nicht gerecht werden sondern man muss hierherkommen und es prozelebrieren und muss es einfach in der Atmosphäre erleben wie das so ist und was das mit einem macht.
00:37:31: Ja da habt ihr es angeteasert bekommen!
00:37:33: Ich kann's nur bestätigen... Es ist ein sehr schöner Brief.
00:37:37: auf jeden Fall.
00:37:38: auch etwas ganz Besonderes hat man auch.
00:37:40: Also habe ich persönlich auch so noch nie erlebt.
00:37:43: Dementsprechend, ich kann es nur allen empfehlen.
00:37:45: an Niklas Ganz ganz großes Dankeschön dass wir hier heute bei dir sein durften Auch gestern bei dir seien durften.
00:37:50: Vielen dank dass ihr da wart.
00:37:51: Und
00:37:52: ja dann hoffe ich ihr hattet heute Spaß Bei unserer Folge.
00:37:56: dieses eine Gericht mit Niklas Nussbaumer und dem Thema Brot Hört gerne wieder rein in zwei Wochen wenn's in die nächste Folge geht.
00:38:04: Und bis dahin wünschen wir euch noch einen schönen Abend.
00:38:07: Viel Spaß bei der Nachhausefahrt auf der Couch, was auch immer ihr gerade macht während ihr den Podcast hört oder im Bestfall seht.
00:38:13: Und ja bis dahin
00:38:15: tschüss!
00:38:26: Danke dass ihr zugehört habt und wenn euch die Folge gefallen hat freuen wir uns natürlich wenn ihr uns abonniert Wenn ihr uns eine Bewertung da lasst und sollte dir auch ein Koch oder eine Köchin haben bei denen euch interessieren würde welches Gericht sie denn am meisten geprägt hat dann schickt uns gerne den Namen.
00:38:38: Wir schauen das für Sie für euch in dem podcast holen können.
00:38:40: Dann wollen wir uns auch bedanken beim großen Guide für die Unterstützung unseres podcasts.
00:38:44: Wir freuen uns, wenn wir uns in zwei Wochen wieder hören.
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